Palmenhaus Gleiwitz Palmenhaus Gleiwitz Palmenhaus Gleiwitz Palmenhaus Gleiwitz
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Palmenhaus Gleiwitz

Medaillen im Gleiwitzer Palmenhaus – am Automaten erhältlich!

Die Geschichte des Gleiwitzer Palmenhauses reicht bis ins Jahr 1880 zurück, als im entstehenden Stadtpark die ersten Ausstellungsgewächshäuser errichtet wurden.

Die dynamische Entwicklung der Anlage begann jedoch 1924 mit einer großen Ausstellung exotischer Pflanzen, darunter eine Palmenkollektion. Drei dieser Palmen – Kanarische Dattelpalmen – wachsen bis heute im historischen Pavillon. 1925 wurde das erste große Becken Schlesiens mit einem Fassungsvermögen von 120 m³ Wasser für eine der größten Wasserpflanzen der Welt – Victoria regia – eröffnet. Fortan konnten zahlreiche Pflanzen aus dem Amazonasgebiet bewundert werden. Es wurden Terrarien und Käfige für exotische Tiere gebaut. Die Besucher bestaunten Aquarien mit bunten Fischen, Fröschen und Schildkröten. Ebenso herrschten im Vogelhaus brasilianische Papageien unter vielen Vögeln. Das schnelle Wachstum der Pflanzen und die zunehmende Größe der Palmen machten eine Erweiterung des Palmenhauses notwendig.

1935 wurde ein 12 Meter hohes Gewächshaus mit einer Fläche von 504 m² gebaut, das zum Hauptausstellungspavillon wurde. Das Kakteenhaus wurde vergrößert und weitere Aquarien hinzugefügt. Direktor Riedel – ein Pflanzenliebhaber, Botaniker und geschickter Organisator – leistete einen unschätzbaren Beitrag zu dieser Entwicklung. Mit den Investitionen stieg die Besucherzahl. 1926 empfing das Palmenhaus etwa 8.000 Besucher, bis 1936 stieg diese Zahl auf 30.000. Zusammen mit dem umliegenden Park diente das Palmenhaus – neben den Innenstadtpromenaden (heute Freundschaftsallee) und dem Landschaftspark Wilhelm (heute Chrobry-Park) – als „grüne Lunge“ zwischen Bergwerken, Stahlwerken und Industrieanlagen. Das Palmenhaus blieb von Kriegsschäden nicht verschont.

Im Januar 1945 wurden die Anlagen fast vollständig zerstört. Zerbrochene Fenster, eine defekte Heizungsanlage und Frost führten zum Verlust fast der gesamten Pflanzensammlung. Dank der Bemühungen von Ingenieur Krzeczewski und des Palmenhauspersonals konnte die Anlage im Oktober 1947 wieder für Besucher geöffnet werden. Damals umfasste sie 1.400 m², beherbergte etwa 600 Pflanzenarten, 28 Aquarien, ein ganzjährig beheiztes Wasserbecken und einen großen Steingarten.

Einige Exemplare wurden aus verlassenen Nachkriegsgütern in Niederschlesien nach Gleiwitz gebracht. Viele Pflanzen wurden gekauft oder von privaten Sammlern gespendet. In den 1970er Jahren war die Pflanzensammlung auf 8.000 Exemplare angewachsen.

Der sich verschlechternde technische Zustand der Gebäude und zunehmende Sicherheitsrisiken führten 1985 zur Schließung des Palmenhauses. Eine vollständige Modernisierung aller Gewächshäuser wurde durchgeführt, wobei die Pflanzen erhalten blieben. Die Umbau-Methode wurde angewendet – zuerst wurden die Strukturen der neuen Pavillons errichtet, dann die alten Gewächshäuser abgebaut.

Die Fläche des Palmenhauses vergrößerte sich auf etwa 2.000 m², der höchste Pavillon erreicht 22 Meter – was das weitere Wachstum der Palmen gewährleistet, von denen drei seit 1924 die Bewohner von Gleiwitz begleiten.