Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn Zoo Tallinn
Adresse:

Tallinn Zoological Gardens
Ehitajate tee 150/Paldiski mnt. 145
Tallinn 13522, Estonia

Zoo Tallinn

Der Tallinner Zoo ist der einzige Zoo in Estland und befindet sich im Besitz der Stadt Tallinn. Er liegt im Stadtteil Haabersti, im Viertel Veskimetsa.

Der Zoo beherbergt viele seltene Tiere, darunter Weißstörche, chinesische Alligatoren, Amur-Tiger, Spitzmaulnashörner, Schneeleoparden, Milus und Gaure. Der Zoo beteiligt sich an verschiedenen Artenschutzprojekten, unter anderem zum europäischen Nerz und Amur-Leoparden.

Seit dem 24. Oktober 2016 ist Tiit Maran Direktor des Zoos.

Die Idee eines zoologisch-botanischen Parks, Freilichtmuseums und Vergnügungsparks wurde am 24. November 1937 unter der Leitung von Peeter Päts diskutiert. Der von der Stadt Tallinn vorgeschlagene Standort bei der Station Järve wurde 1938 für ungeeignet erklärt. Auch in Pärnu wurde nach Gelände gesucht; der Naturschutzinspektor Gustav Vilbaste besichtigte den Standort.

Am 23. Juni 1939 wurde anlässlich der Estnischen Spiele eine „Wildtierausstellung“ eröffnet. Das erste Tier war ein im Wald von Alutaguse gefangenes Bärenjunges.

Am 25. August 1939 eröffnete der Estnische Tierschutzbund im Rahmen einer geplanten nationalen Gartenbauausstellung den Kadriorg-Kleinzoo. Dieses Datum gilt heute als Gründungsdatum des Tallinner Zoos. Gezeigt wurden Luchse, Dingos, Stachelschweine, Löwen, Meerschweinchen, Kaninchen, Eulen, Braun- und Eisbären, rote und blaue Füchse, Affen und Ponys. Über 100.000 Besucher kamen im ersten Jahr. Der Eintritt kostete 5 Senti für Kinder, 10 für Schüler und Soldaten und 25 für Erwachsene.

Das erste offizielle Tier war der Luchs Illu, ein Geschenk des estnischen Weltmeister-Schützenteams von 1937. Illu ist im heutigen Zoo-Logo abgebildet.

Während des Zweiten Weltkriegs spendeten viele ausreisende Deutschbalten Tiere, insbesondere Vögel wie Papageien und Pfauen. 1940 lebten im Zoo Löwen, Löwenbabys, Braun- und Eisbären.

Der Zoo war zunächst provisorisch im Kadriorg-Park untergebracht. 1983 erhielt er ein 89 Hektar großes Gelände in Veskimetsa, einem ehemaligen Militärlager. Aufgrund eines Bauverbots der Sowjetunion nach den Olympischen Spielen von Moskau konnten zunächst keine Neubauten errichtet werden. Das Dickhäuterhaus wurde 1989, das Tropenhaus 1999 und dessen Ostflügel 2005 fertiggestellt.

Heute erfolgt der Ausbau langsam, unterstützt durch Spenden von Firmen und Privatpersonen. Nicht alle Tiere sind für Besucher sichtbar – manche werden aus Naturschutz- und Forschungsgründen verborgen gehalten.

Im Artenschutzlabor des Zoos leben seit Jahrzehnten über 100 europäische Nerze. Sie werden unter besonderen Bedingungen gehalten, um diese seltene Raubtierart zu erhalten. Jährlich werden geeignete Männchen und Weibchen gezielt zur Fortpflanzung gebracht. Nach 42 Tagen bringt das Weibchen meist vier Junge zur Welt. Diese Tiere tragen die Gene von Wildfängen und helfen, die Art zu retten – einige werden sogar auf Hiiumaa ausgewildert. Internationale Studien erforschen zudem das geheime Leben dieses verborgenen Tieres.