Podlaskie Museum – Rathaus Bialystok

Medaillen am Haupteingang erhältlich!
Das Białystoker Rathaus war nie Sitz der Stadtverwaltung, sondern diente als Markthalle. Gestiftet von Jan Klemens Branicki, sollte es den Marktplatz architektonisch prägen. Der Bau erfolgte in mehreren Etappen:
1745 entstand ein einstöckiger quadratischer Bau mit Mansarddach für 10 jüdische Läden. 1755 wurden vier Eckpavillons (Alkierze) hinzugefügt, verbunden durch Arkadengänge. Der Turm wurde 1761 begonnen und 1798 vollendet, was auf eine stückweise Realisierung ohne einheitliches Konzept hindeutet.
Trotzdem gilt das Rathaus als eines der schönsten Gebäude der Stadt und seltenes Beispiel eines „Alkierz“-Rathauses in Polen. Die Planung wird Jan Henryk Klemm zugeschrieben, der sicher die Pavillons entwarf.
1772 beherbergte es 48 Läden, im Turm Gericht und Gefängnis. 1868 kam eine Turmuhr hinzu, 1898 eine Feuerwehr-Aussichtsplattform. 1922 gab es über 100 Läden, doch der Verfall führte zu Restaurierungsplänen, die nie umgesetzt wurden. 1940 rissen die Sowjets das „Symbol des Adels-Polen“ ab. Der Wiederaufbau 1953-1958 (Architektin Zofia Chojnacka) schuf das heutige Kreismuseum mit Kellern und Verbindungsgängen zwischen den Pavillons.

