Gwanghwamun

Gwanghwamun, das Haupttor des Gyeongbokgung-Palastes, wurde 1395 vom ersten König der Joseon-Dynastie gegründet. Der Name bedeutet sinngemäß „Möge das Licht der Erleuchtung die Welt erhellen“ und symbolisiert das starke Streben des koreanischen Volkes, eine neue Dynastie zu gründen.
Das vollständig aus Granit erbaute Tor besitzt in der Mitte einen bogenförmigen Eingang namens Hongyemun, der einem Regenbogen ähnelt. Darüber befindet sich ein Torhaus.
Gwanghwamun trägt eine schmerzhafte Erinnerung in der koreanischen Geschichte. Während der japanischen Besatzung zerstörte der japanische Generalgouverneur das Tor, um den Geist des koreanischen Volkes zu brechen, und errichtete an seiner Stelle ein Regierungsgebäude.
Die heutige Form des Tores stammt aus dem Jahr 1968, als es aus Beton rekonstruiert wurde – etwa 10 Meter hinter dem ursprünglichen Standort. Obwohl Gwanghwamun das schönste der fünf Palasttore ist, wurde es wegen des Baumaterials nicht als nationales Kulturerbe anerkannt. Derzeit arbeitet die Regierung daran, das japanische Gebäude zu entfernen und den Palast originalgetreu zu restaurieren.
Über dem Tor befindet sich ein Namensschild mit dem Schriftzug „Gwanghwamun“, das vom damaligen Präsidenten Park Jeong-Hui persönlich geschrieben wurde. Zu beiden Seiten des Tores stehen Haetae-Statuen, die südwärts blicken. Der Haetae ist ein mythisches Einhorn-Löwenwesen, das Paläste vor Feuer schützen soll. Laut der Lehre Pungsujirisang kam Feuer oft vom Berg Gwanaksan, und so stellte man diese feuerfressenden Wächter neben das Tor.

