
Adresse:
Feldioara,
str. Octavian Goga nr.87,
Brașov
Tel:0268 708 237
Feldioara und die mittelalterliche Festung Marienburg

Feldioara und die Mittelalterliche Festung Marienburg
Ein neues Reiseziel im Herzen Rumäniens
Aus ihrer eigenen Asche auferstanden, ist die Festung Marienburg ein imposanter Anblick am Ufer des Flusses Olt, in Feldioara, nur 20 km von Brașov auf dem Weg nach Sighișoara entfernt. Die Restaurierungsarbeiten von 2013 bis 2017 retteten die Überreste der Mauern, die die letzten Jahrhunderte überstanden hatten, und stellten ihr Aussehen aus dem 17. Jahrhundert wieder her.
Die strategische Lage mit guter Sicht über ein weites Land sowie die natürlichen Vorteile machten diesen Ort seit der Vorgeschichte attraktiv. Archäologische Ausgrabungen auf dem Plateau, auf dem die Festung steht, haben Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der dakischen und römischen Zeit sowie vor allem aus dem Mittelalter zutage gefördert. In den ersten Jahrhunderten des zweiten Jahrtausends fanden ungarische Eroberer hier eine befestigte Siedlung vor, vermutlich mit Palisaden verstärkt. Sie nannten sie „Földvár“. Die von den Königen Ungarns und den Deutschordensrittern angesiedelten deutschen Kolonisten nannten sie „Sankt Marienburg“. Der ursprüngliche Name ist unbekannt, doch die rumänische Bezeichnung Feldioara leitet sich aus dem Ungarischen ab.
Im Mittelalter war Feldioara eine der bedeutendsten Siedlungen der Region – Gerichtssitz und später freies Städtchen, wie zahlreiche Denkmäler belegen, angefangen bei der Festung selbst, die nun restauriert ist und Besuchern offensteht! Die mittelalterliche Siedlung wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von sächsischen Kolonisten gegründet. Zwischen 1211 und 1225 wurde Feldioara Sitz des Deutschen Ordens, der über das Burzenland herrschte. Aus dem Osten kommend, wo sie an den Kreuzzügen teilgenommen hatten, wurden die Ritter des Deutschen Ordens vom ungarischen König Andreas II. angesiedelt, um die zunehmenden Kumaneneinfälle zu stoppen. Der Deutsche Orden war ein militärischer Mönchsorden deutscher Herkunft, bekannt für seine Strenge und Würde. Aus Trauer um die im Kampf gegen die Muslime gefallenen Christen führten sie ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund in ihrem Wappen.
Der Bau der Festung begann ebenfalls im 13. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, verlor schließlich ihre militärische Funktion und diente fortan als Lager oder Veranstaltungsort für die sächsische Gemeinschaft.
Die Festung Marienburg heute
Der Westturm – Die Ausstellung „Archäologische Funde“ zeigt Keramikfragmente aus der Antike, mittelalterliche Kacheln aus der Festungswerkstatt, Eisenobjekte und Waffen. Außerdem werden Ergebnisse archäologischer Forschungen ab 1990 präsentiert. Im obersten Stockwerk finden die Wechselausstellungen „Die Rückkehr der Deutschordensritter nach Feldioara“ und „Maibaum – Fest und Tradition“ statt.
Der Ostturm – „Zeugnisse des Zusammenlebens in Feldioara“, eine Ausstellung über die Feldioaraner – Rumänen und Sachsen –, über Handwerk und Landwirtschaft, Kleidung und Häuser, Kirche, Schule, Blaskapellen und Traditionen. Möglich wurde dies durch Artefakte, die von Einheimischen gespendet oder ausgeliehen wurden, sowie durch alte Fotos und historische Dokumente. Zwei interaktive Module laden dazu ein, versteckte Artefakte in Schubladen zu entdecken, alte Volksliedertexte zu lesen oder aktuelle Fotografien von Feldioara des lokalen Fotografen Cătălin Radu zu betrachten.
Wir laden Sie ein, Feldioara und seine Umgebung zu entdecken!
Eine Reise durch Geschichte und Natur.
