Die Krakauer Krippe in Krakau Die Krakauer Krippe in Krakau
Adresse:

Muzeum Krakowa
ul. Lubicz 16
31-504 Kraków
tel. (12) 431-75-90

muzeumkrakowa.pl

Die Krakauer Krippe in Krakau

Neue Krakauer Krippen-Medaille erhältlich am Aussteller im Shop im Celestat in der Lubicz-Straße 16 und im Krzysztofory-Palast am Marktplatz in Krakau!

Die Nachwettbewerbs-Ausstellung der Krakauer Krippen – Krippen im Celestat. In den Sälen des Celestat werden Krippen präsentiert, die am 76. Wettbewerb der Krakauer Krippen teilgenommen haben. Dieser wird traditionell vom Historischen Museum der Stadt Krakau am ersten Donnerstag im Dezember auf dem Krakauer Marktplatz veranstaltet. Der Wettbewerb, initiiert vom langjährigen Museumsdirektor Dr. Jerzy Dobrzycki, findet seit 1937 statt (mit Ausnahme der Kriegsjahre) und ist fest im kulturellen Leben der Stadt verankert.

Die Krippen werden von einer Jury in vier Alterskategorien (Kinder, Jugendliche, Senioren und Familien) und vier Größenklassen (groß, mittel, klein und miniatur) bewertet. Die Jury beurteilt: Traditionstreue, Architektur, Farbgestaltung, Figuren und Erzählung, bewegliche Elemente und Beleuchtung, Innovation, Dekorativität und den gesamten ästhetischen Eindruck. Die Preisverleihung findet am Sonntag nach dem ersten Donnerstag im Dezember statt.

Die Krakauer Krippentradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden Krippen von Handwerkern aus den Vororten Krakaus angefertigt. Größere Krippen dienten als mobiles Theater, das in der Weihnachtszeit mit Live-Musik in den Häusern wohlhabender Familien auftrat. Kleinere Stücke wurden von Bürgern gekauft, um ihre Häuser zu schmücken oder als Geschenke zu verwenden. Moderne Krippen haben zwar teilweise ihre rituelle Bedeutung verloren, beeindrucken aber nach wie vor durch ihr handwerkliches Können, Präzision, Kreativität und künstlerische Vision, in der religiöse Betrachtung auf die Liebe zu Krakau trifft.

Die Krippenbauer kommen aus allen Altersgruppen und Berufen. Einige stammen aus Familien mit generationsübergreifender Krippenbautradition. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb dauern oft Monate oder sogar Jahre. Die Strukturen sind typischerweise aus Holz, Sperrholz und Pappe gefertigt und mit farbigem Papier, Seidenpapier und Staniol – mehrfarbiger, glänzender Metallfolie – verziert. Die Architektur der Krippen bezieht sich auf Krakaus historische Gebäude und bietet kreative Interpretationen, die die Vorstellungskraft der Künstler zeigen. Häufige Motive sind die Marienkirche, die Sigismundkapelle auf dem Wawel, das Barbakan, die Tuchhallen und das Florianstor.

Die Identität jeder Krippe wird durch Symbole Krakaus und Polens betont: den Buchstaben „K“, den gekrönten Adler und weiß-blaue sowie weiß-rote Flaggen. Der zentrale Platz ist der Weihnachtsgeschichte vorbehalten. Neben der Heiligen Familie finden sich typische Figuren wie die Heiligen Drei Könige, Hirten mit ihren Herden, musizierende Engel, König Herodes sowie Figuren aus Krakauer Legenden wie der Lajkonik mit seinem Steckenpferd, Pan Twardowski auf dem Mond und der Wawel-Drache. Die Szenen werden von wichtigen polnischen historischen Persönlichkeiten bevölkert: Kościuszko mit seinen Sensenmännern, der Hofnarr Stańczyk, Johannes Paul II., Könige und Bischöfe sowie anonyme Ritter, Studenten und Figuren aus der Volkskunst: der Tod, der Teufel, Sternsinger mit dem Turoń (mythisches Tier), ein Jude und tanzende Paare in Krakauer und Bergmannstrachten. Auch zeitgenössische Figuren sind vertreten, darunter Persönlichkeiten aus der Popkultur wie berühmte Sportler, Politiker, Sozialaktivisten, Geistliche, Künstler sowie die Krippenbauer selbst, Jurymitglieder und Museumsangestellte.