Archäologisches und Naturschutzgebiet Krzemionki Archäologisches und Naturschutzgebiet Krzemionki
Adresse:

Sudół 135 a
27-400 Ostrowiec Świętokrzyski
tel. 41 33-04-550 wew. 61

muzeumostrowiec.pl/krzemionki

Archäologisches und Naturschutzgebiet Krzemionki

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Der prähistorische Bergbaukomplex in Krzemionki bei Ostrowiec Świętokrzyski (Heiligkreuzgebirge) gehört zu den größten seiner Art in Europa. Seine außergewöhnliche Bedeutung ergibt sich aus der perfekt erhaltenen Bergbaulandschaft und der unterirdischen Architektur. Diese Minen wurden 1922 vom Geologen Jan Samsonowicz entdeckt und von zahlreichen Archäologen erforscht.

In Krzemionki können Besucher die längste unterirdische Route Europas (über 400 m) erkunden, die die faszinierende Welt neolithischer Bergleute zeigt. Die unterirdische Tour beginnt im Pavillon Nr. 3 mit einer rekonstruierten Schachtwerkstatt, einer Schachtstruktur und einer Dachkonstruktion. Dann steigen Besucher vom benachbarten Pavillon Nr. 2 über den „Zenon“-Schacht auf die Ebene der Kammergrube ab, deren unterirdische Architektur durch Schaufenster bewundert werden kann.

Das 1991 rekonstruierte neolithische Dorf ist eine weitere Attraktion des Reservats. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1,5 Hektar. Obwohl es keine exakte Nachbildung einer bekannten archäologischen Stätte ist, können Besucher sich vorstellen, wie Menschen der Steinzeit und der frühen Bronzezeit ihren Lebensraum organisierten. In der Sommersaison gibt es im Dorf eine Töpferwerkstatt, einen Töpferofen und einen Bogenschießstand. Es finden auch archäologische Workshops und andere Outdoor-Veranstaltungen für organisierte Gruppen statt (u.a. schamanische Praktiken, Herstellungstechniken für Feuerstein- und Steinwerkzeuge, Tongefäße, Schmuck aus Naturmaterialien, prähistorische Nahrungszubereitung und Jagdtechniken). Archäologische Workshops sollten mindestens einige Wochen vor dem geplanten Besuch im Reservat gebucht werden. Individuelle Workshop-Szenarien können erstellt werden.

Krzemionki bietet auch Museumsunterricht für Grund- und Mittelschüler an. Die Kurse finden im Freien im rekonstruierten neolithischen Dorf oder in nachgebauten steinzeitlichen und frühbronzezeitlichen Behausungen statt. Beim Betreten des Dorfes führen Archäologen die Kinder in die prähistorische Welt ein, erklären die Einteilung der Geschichte in Epochen (Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit) und präsentieren die Geschichte der menschlichen Präsenz in Polen von den ältesten Funden bis zur Jungsteinzeit. Als Einführung in die Aktivitäten diskutieren die Instruktoren kurz grundlegende Aspekte des Lebens im neolithischen Dorf – Bau und Aussehen der Behausungen (anhand der Rekonstruktionen), Nahrungsbeschaffung, Handwerk, Handel und andere Siedlungsaktivitäten.