Alte Synagoge in Krakau

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Die Abteilung wurde 1958 gegründet. Sie sammelt Denkmäler der jüdischen Geschichte und Kultur, insbesondere solche, die mit der Geschichte und Kultur der Krakauer Juden verbunden sind. Sie verbreitet Wissen über das Leben, die Kultur und die Traditionen der jüdischen Gemeinschaft durch Ausstellungen, Bildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und die Bereitstellung einer spezialisierten Büchersammlung.
Ihre Standorte umfassen zwei historische Gebäude: die Alte Synagoge in Kazimierz und die ‚Apotheke unter dem Adler‘ von Tadeusz Pankiewicz in Podgórze.
Die Alte Synagoge ist die älteste erhaltene Synagoge Polens. Im 15. Jahrhundert erbaut, wurde sie nach dem Vorbild gotischer Synagogen in Deutschland und Böhmen gestaltet. 1570 wurde sie vom italienischen Baumeister Matteo Gucci umgebaut, der ihr eine Renaissance-Form verlieh, dabei aber den ursprünglichen zweischiffigen Grundriss beibehielt und ihr Kreuzrippengewölbe rekonstruierte.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden nacheinander eine Vorhalle, zwei Frauenbeträume und ein Verwaltungsgebäude der Gemeinde angebaut. Zusammen bildeten diese Gebäude das religiöse und administrative Zentrum der jüdischen Gemeinde in Kazimierz.
Vor dem Ersten Weltkrieg und nach dessen Ende wurde die Synagoge in mehreren Phasen restauriert, entworfen von Zygmunt Hendel in den Jahren 1904, 1913 und 1923. 1941, während der Errichtung des Krakauer Ghettos durch die Nazis, wurde sie vom deutschen Treuhandamt beschlagnahmt und als Lager genutzt. Ihre Innenausstattung wurde zerstört. Ende 1944 stürzte ihr Gewölbe ein, möglicherweise durch vorsätzliche Zerstörung.
Zwischen 1956 und 1959 wurde sie restauriert. Durch eine Vereinbarung vom 30. Oktober 1959 zwischen der Jüdischen Glaubensgemeinschaft in Krakau und dem Historischen Museum entstand hier das Museum für Geschichte und Kultur der Juden.

