Volksarchitekturmuseum – Ethnografischer Park in Olsztynek Volksarchitekturmuseum – Ethnografischer Park in Olsztynek
Adresse:

ul. Leśna 23
11-015 Olsztynek
tel. (89) 519-21-64

www.muzeumolsztynek.com.pl

Volksarchitekturmuseum – Ethnografischer Park in Olsztynek

Medaillen können am Eingang in der Nähe der Ticketbüros gekauft werden!

Die Ursprünge des Museums für Volksarchitektur – Ethnografischer Park in Olsztynek reichen bis ins Jahr 1909 zurück, als in Königsberg, der damaligen Hauptstadt Ostpreußens, die Entscheidung getroffen wurde, ein Museum für ländliche Architektur zu errichten.

Als Standort wurde das Gelände des Königsberger Zoologischen Gartens gewählt. Der Entwicklungsplan sah vor, die für jede Region Ostpreußens charakteristischsten Gebäude auf das Museumsgelände zu verlegen. Aufgrund des schlechten Zustands der zu verlegenden Gebäude entschied man sich jedoch für den Nachbau. Zwischen 1910 und 1913 entstanden etwa 20 Objekte aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die Wohn-, Religions-, Industrie- und Wirtschaftsgebäude repräsentierten. Zudem befanden sich zwei archäologische Stätten auf dem Museumsgelände.

1937 wurde aufgrund der begrenzten Fläche des Königsberger Zoos beschlossen, die Gebäude nach Olsztynek zu verlegen, in dessen Nähe sich das Mausoleum des Reichspräsidenten und Feldmarschalls Paul von Hindenburg befand und das zu einem beliebten Ausflugsziel aus Deutschland geworden war. Das Museum für ländliche Architektur sollte die Attraktivität der Gegend erhöhen. Die Umsetzung erfolgte zwischen 1938 und 1942, allerdings konnten nicht alle Gebäude verlegt werden. Von der ursprünglichen Anlage überstanden 12 Gebäude die Zeit.

Nach dem Krieg begannen die Sicherungsarbeiten an den Gebäuden, die unter der Aufsicht des Provinzkonservators für Denkmäler in Olsztyn durchgeführt wurden. Ende der 1950er-Jahre begann die Erweiterung des Museums. 1962 wurde es in Ethnografischer Park umbenannt und fungierte als Zweigstelle des Masuren-Museums in Olsztyn. 1969 erhielt der Ethnografische Park den Status einer eigenständigen Institution unter dem Namen Museum für Volksarchitektur – Ethnografischer Park. 1985 wurden zwei Gebäude im Zentrum von Olsztynek in die Organisationsstruktur eingegliedert: die Ausstellungshalle in der ehemaligen evangelischen Kirche und ein Turm der Stadtmauer, in dem heute ein Museum zum Leben und Wirken von Krzysztof Celestyn Mrongowiusz – einem Verteidiger der polnischen Sprache und Kulturtradition in Masuren – untergebracht ist.

Seit 1998 ist das Museum eine Kultureinrichtung der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Ermland-Masuren, und 2008 wurde es in das staatliche Museumsregister des Ministers für Kultur und nationales Erbe aufgenommen.

Das Museum umfasst heute eine Fläche von 94 Hektar und verfügt über eine reiche Sammlung beweglicher und unbeweglicher Museumsobjekte. Diese sind in 74 Gebäuden der groß- und kleinbäuerlichen Architektur aus Ermland, Masuren, dem Weichselgebiet und Kleinlitauen mit unterschiedlichen Funktionen, Bauweisen und Konstruktionen untergebracht. Dazu gehören Wohnhäuser, Sakralbauten, Wirtschaftsgebäude und Industriebauten. Die Gebäude sind mit Exponaten ausgestattet, die traditionelle Arbeitsmethoden und Bräuche auf dem Land im 19. und 20. Jahrhundert zeigen. Die Sammlung des Museums umfasst über 10.000 Gegenstände der materiellen Kultur und Volkskunst.

Zudem beherbergt das Museum verschiedene Tierarten, darunter Weißrückige und Polnische Rote Rinder, Polnische Ponys, Polnische Kaltblüter vom Typ Sztum, Ponys, Skudden-Schafe, Ziegen und mehrere Geflügelrassen.

(Die Übersetzung folgt dem Originaltext möglichst genau, behält aber einen natürlichen deutschen Sprachfluss bei. Fachbegriffe wie „Ethnographic Park“ oder regionale Bezeichnungen wie „Powisle“ wurden entsprechend der gängigen deutschen Schreibweise angepasst.)