
Adresse:
ul. Oleśnickich
(Kamienica Oleśnickich)
27-600 Sandomierz
tel: 15 832 08 43
Unterirdische Route in Sandomierz

Medaillen im Hof an den Kassen erhältlich!
Untergrund-Touristenroute: Eingang von der Oleśnickich-Straße, Routenlänge 470 m, unterschiedliche Tiefen bis zu 12 m unter dem Marktplatzniveau. Besichtigungsdauer – 45 Min. Die Route entstand während bergbaulicher Sicherungsarbeiten der Altstadt durch die Verbindung ehemaliger Keller und unterirdischer Kaufmannslager.
Die Sandomirer Untergrundgänge sind von Legenden umwoben. Die über Jahrhunderte unter der Stadt gegrabenen Tunnel und Kammern sollen sich den Erzählungen nach bis zu den Vorortdörfern Kobierniki und Krakówka, sogar unter der Weichsel bis zu ihrem rechten Ufer und weiter – bis zur Burg in Baranów Sandomierski erstrecken. Hier soll laut Legende die Heldin Halina Krempianka bei der Rettung der Stadt vor den Tataren ums Leben gekommen sein. Die Untergrundanlagen, die in der bewegten Geschichte Sandomierzs den Bewohnern als Zuflucht dienten, waren auch Ursache vieler Bauskandale.
Leider häuften sich 1963 Schäden und Erdfälle. Daraufhin erarbeitete ein Team der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau das Programm „Richtlinien zur Rettung der Altstadt von Sandomierz“. Ein Jahr später begannen unterirdische Bergbauarbeiten. Das Ergebnis war ein Labyrinth aus Kellern, Gängen und Stollen, die eine mehrstöckige Untergrundstadt bildeten. Einige Abschnitte mussten aus statischen Gründen geschlossen werden. Erhalten blieb jedoch eine 470 Meter lange Route, die 1977 als Untergrund-Touristenroute eröffnet wurde. Die tiefste Kammer reicht 12 m hinab. Im Dezember 2007 wurde die Route um renovierte Räume unter dem Oleśnicki-Haus erweitert.
