Schloss Sümegi Schloss Sümegi
Adresse:

Sümeg, Vároldal u. 5, 8330
Tel.: +36 87 550 166

sumegvar.hu

Schloss Sümegi

Die Burg Sümeg
„Von Weitem, aus jeder Richtung kommend, zeigte sich die Burg—ihre Stärke unverkennbar, ihre Präsenz beeindruckend… Ich sehe sie täglich, mehrmals. Ich muss sie sehen. Nicht nur, weil ihre Schönheit mir Kraft und Mut gibt und lebendige Erinnerungen an meine Studentenzeit weckt, sondern vor allem, weil sie ein Symbol ist. Ein Zeugnis menschlicher Leistung, der Kontinuität und historischen Dimension menschlicher Existenz. Sie erhebt mich—erhebt uns—über uns selbst. Im wahrsten Sinne des Wortes setzt sie die Messlatte hoch.“
—Dr. László Högyész: Die Jahrhunderte von Sümeg, 1989, Veszprém

BELIEBTES AUSFLUGSZIEL – DIE BURG SÜMEG
Ein Film von Sümeg Stadtfernsehen

Die Burg Sümeg ist eine der schönsten und relativ gut erhaltenen mittelalterlichen Festungen Ungarns, erbaut auf einem kahlen Hügel, der die Umgebung überragt.

Die Burg besteht aus drei Hauptteilen: dem äußeren Burghof, inneren Burghof und der Zitadelle. Ihr Bau erstreckte sich über mehrere Epochen. Der älteste Teil, das untere Stockwerk des Alten Turms in der Zitadelle, stammt aus den 1260er Jahren und war vermutlich mit einem hölzernen Aufbau versehen. Bedeutende Veränderungen erfolgten im 14. Jahrhundert unter den Anjou-Königen, als die Mauern der Zitadelle und das obere Stockwerk des Alten Turms errichtet sowie bestehende Gebäude verstärkt wurden.

Größere Erweiterungen fanden im 15. Jahrhundert unter den Bischöfen Mátyás Gathalóczy (1440–1457), Albert Vetési (1458–1486) und János Vitéz dem Jüngeren (1489–1499) statt. Zunächst wurde das Plateau vor dem inneren Burghof mit hohen Mauern umgeben, um einen großen Hof zu schaffen. Unter Vetési entstand der Innere Torturm, und an den südlichen Felsen wurde ein Palast gebaut. Später kamen der Äußere Torturm und Zinnenmauern hinzu. Die Kapelle wird Bischof Vitéz zugeschrieben.

Die nächste große Bauphase begann, nachdem Veszprém 1552 an die Osmanen gefallen war und das Bistum nach Sümeg verlegt wurde. Unter Bischof András Köves (1553–1568) und Hauptmann Józsa Ormányi wurde an der Nordecke der Burg ein mächtiger zweistöckiger Bastion (später nach Köves benannt) errichtet und der Palastflügel renoviert.

Bischof György Széchenyi (1648–1658) machte Sümeg offiziell zum Bischofssitz und leitete barocke Umbauten am Palast ein. Sein Nachfolger, Bischof István Sennyei (1659–1683), verstärkte den Äußeren Torturm und fügte einen hohen Bastion mit seinem Namen hinzu. Die Baugeschichte der Burg endete unter Bischof Pál Széchenyi (1687–1710), der Reparaturen und neue Anbauten überwachte.

Der Verfall der Burg begann im frühen 18. Jahrhundert. Nach dem Rákóczi-Unabhängigkeitskrieg wurde sie 1713 in Brand gesteckt und verfiel 250 Jahre lang. Die Restaurierung begann 1957 und dauerte sieben Jahre. Seit 1989 ist die Burg in Privatbesitz und wird kontinuierlich renoviert.

Am Fuß der Burg, beim Stalleingang, steht Sándor Oláhs Reiterstatue des Heiligen Georgs im Kampf mit dem Drachen.

Führungen für Gruppen werden auf Ungarisch, Englisch, Deutsch, Russisch und Spanisch angeboten—Vorabreservierung erforderlich!