Schloss Piast in Gliwice Schloss Piast in Gliwice
Adresse:

ul. Pod Murami 2
44–100 Gliwice
tel. (48) 32 231 44 94
muzeum.gliwice.pl/pl

Schloss Piast in Gliwice

„Medaillen erhältlich gegenüber den Ticketkassen!“

Das Piasten-Schloss – eines der ältesten Gebäude der Stadt. Diese gotische Burg, deren Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, ist mit der Errichtung der Stadtmauern von Gleiwitz verbunden. Ihre heutige Gestalt erhielt das Schloss während eines Umbaus im 16. Jahrhundert, der unter Friedrich Zettritz, dem damaligen Stadthauptmann, durchgeführt wurde. In den folgenden Jahrhunderten diente das Gebäude verschiedenen Zwecken – es war ein Arsenal, ein Gefängnis und sogar ein Gutshof. Vom 16. Jahrhundert bis 1945 war es als „Zettritz Hof“ bekannt. Nach 1945 wurde es als „Schlösschen“ bezeichnet, und 1983 erhielt es offiziell den Namen „Piasten-Schloss.“ Zwischen 2005 und 2008 wurde das Schloss mit Mitteln der Europäischen Union und des polnischen Staatshaushalts im Rahmen des „Integrierten Regionalen Entwicklungsprogramms (ZPORR)“ revitalisiert. Der wichtigste Teil des Projekts war die Renovierung und Modernisierung der Ausstellungsräume sowie die Vorbereitung einer Dauerausstellung mit dem Titel „Gleiwitz – eine Stadt vieler Kulturen,“ die die Urgeschichte der Region Gleiwitz und die Stadtgeschichte präsentiert.

Das Piasten-Schloss beherbergt zwei Abteilungen: Archäologie und Geschichte. Zu den Exponaten gehören Zunftandenken aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Erinnerungsstücke aus der Zeit der Schlesischen Aufstände und der Volksabstimmung, Objekte zur Tätigkeit des Bundes der Polen in Deutschland sowie eine umfangreiche Fotosammlung (19. und 20. Jahrhundert), die die Stadt und oberschlesische Industrieanlagen dokumentiert. Eine besondere Attraktion ist die Militariasammlung, darunter Waffen aus dem feudalen Japan – Samurai-Rüstungen und Schwerter sowie chinesische und koreanische Schwerter.

Die archäologische Sammlung umfasst die wertvollste und umfangreichste Kollektion von Gefäßen, Werkzeugen und Schmuck aus den Ausgrabungen des Gräberfelds der Lausitzer Kultur in Świbie (Gemeinde Wielowieś). Außerdem gibt es mittelalterliche und frühmittelalterliche Funde aus der Altstadt von Gleiwitz, vom Schlossberg in Tost und der Burgwallanlage in Pławniowice. Hinzu kommen zahlreiche Feuerstein- und Steinwerkzeuge aus der Steinzeit sowie Bronze- und Eisenartefakte der Lausitzer Kultur.