Schloss Krzysztofory in Krakau

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Der Krzysztofory-Palast gehört zu den schönsten und prächtigsten Stadtpalästen Krakaus. Der Name des Gebäudes leitet sich vom heiligen Christophorus ab, dem Schutzpatron des mittelalterlichen Mietshauses, das einst an dieser Stelle stand. Im 14. Jahrhundert gehörte das Mietshaus der Familie Spycymir, im 15. Jahrhundert ging es in den Besitz der einflussreichen Kaufmannsfamilie Morsztyn über.
Die Palastgebäude entstanden im 17. Jahrhundert durch die Zusammenlegung gotischer Mietshäuser an der Kreuzung des Hauptmarktes und der heutigen Szczepańska-Straße. Die Bauarbeiten wurden im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts vom Kronmarschall Adam Kazanowski initiiert. Der grundlegende Umbau des Gebäudes wurde von 1682-1684 nach Plänen des Architekten Jakub Solaris im Auftrag des damaligen Besitzers Wawrzyniec Jan Wodzicki durchgeführt. Aus dieser Zeit stammt die schöne Arkadenloggia mit fünf Bögen, die auf doppelten toskanischen Säulen im palladianischen Stil ruhen.
Die Palasträume im ersten Stock bilden eine Enfilade von unterschiedlich großen Sälen, darunter der Fontana-Saal, einer der repräsentativsten Räume des Palastes. Sein Name ist eine Hommage an den berühmten italienischen Bildhauer und Stuckateur Baltazar Fontana. In diesem mit Porträts ehemaliger Krakauer Bürger geschmückten Raum kann man das Werk des Künstlers bewundern – die mythologische Stuckdecke „Der Sturz des Phaeton“.
1773 erwarb der Krakauer Bischof Kajetan Sołtyk den Palast. Ende des 18. Jahrhunderts ging das Gebäude in den Besitz des Starosten von Brzeg, Jacek Kluszewski, eines Mitbegründers des Krakauer Theaters, über.
Im Laufe der Jahrhunderte beherbergte der Palast viele bedeutende Persönlichkeiten, darunter die polnischen Herrscher Johann II. Kasimir Wasa, Michael Korybut Wiśniowiecki und Stanislaus August Poniatowski. 1809 weilte hier Fürst Józef Poniatowski. Während des Krakauer Aufstands im Februar 1846 hatte die Nationalregierung unter Jan Tyssowski ihren Sitz im Krzysztofory-Palast. Während der Ereignisse des Völkerfrühlings 1848 trafen sich hier Vertreter des Bürgerkomitees und später des Nationalkomitees in Krakau.
1914 befanden sich im Gebäude das Rekrutierungsbüro der Polnischen Legionen sowie die Büros des Obersten Nationalkomitees (NKN). 1965 wurde der Krzysztofory-Palast dem Historischen Museum der Stadt Krakau übergeben.

