Schloss in Baranów Sandomierski

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Am rechten Weichselufer erstrahlt die wertvollste und schönste ehemalige Magnatenresidenz – das Schloss in Baranów Sandomierski. Dieses beeindruckende Bauwerk der Renaissance ist eines der am besten erhaltenen in Europa.
Das Schloss wurde Ende des 16. Jahrhunderts an der Stelle eines mittelalterlichen, wehrhaften Rittersitzes errichtet. Im 15. Jahrhundert war das Baranowski-Gut im Besitz der Adelsfamilie Baranowski. An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wurde die Familie Górka aus Großpolen Eigentümerin von Baranów. Im Jahr 1569 verkaufte Stanisław Górka das Gut Baranów an Rafał Leszczyński. Die heutige Form des Schlosses ist ein eindrucksvolles Zeugnis des raffinierten Stils der wohlhabenden Familie Leszczyński. Die prächtige Architektur des Schlosses, die dem königlichen Wawel-Schloss „Kleiner Wawel“ nachempfunden ist, geht höchstwahrscheinlich auf den italienischen Architekten und Bildhauer Santi Gucci zurück. Der letzte Schlossbesitzer aus der Familie Leszczyński war Rafał X., dessen Sohn Stanisław Leszczyński König von Polen war.
Das Schloss in Baranów Sandomierski ging nacheinander in den Besitz der Familien über: Wiśniowiecki, Sanguszko, Lubomirski, Małachowski, Potocki und Krasicki. Im Jahr 1867 wurde das Gut Baranów versteigert und von Feliks Dolański erworben. Das Schloss wurde dann von Stanisław Dolański geerbt, der beschloss, es nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahr 1898 zu restaurieren. Unter der Leitung des Architekten Tadeusz Stryjeński aus Krakau wurde die Aufteilung der Räume verändert. Unter anderem wurde in der Eckkammer des Erdgeschosses eine Kapelle im Jugendstil eingerichtet. Die Kapelle wurde mit beeindruckenden Buntglasfenstern von Józef Mehoffer und einem Altaraufsatz mit einem außergewöhnlichen Gemälde von Jacek Malczewski, der „Unbefleckten Mutter Gottes“, geschmückt. Das Schloss blieb bis zum Zweiten Weltkrieg im Besitz der Familie Dolanski.
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss 1959-1969 vom Staat unter der Leitung von Professor Alfred Majewski wiederaufgebaut und restauriert. Anschließend wurde das Gebäude den Schwefelminen und -betrieben „Siarkopol“ in Tarnobrzeg übergeben.
Das von der Familie Leszczynski errichtete, einzigartige Schloss in Baranów Sandomierski ist ein dreistöckiges Gebäude. Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss, mit vier runden Türmen in den Ecken und einem rechteckigen Turm in der Mitte der Vorderwand. Drei Wohntrakte im Norden, Osten und Westen, die im Süden von einer Sichtschutzmauer umschlossen werden, bilden einen Innenhof, der von schönen zweistöckigen Kreuzgängen umgeben ist. Die Innenräume des Schlosses wurden von Jan Baptist Falconi und Tylman von Gameren dekoriert.

