Schloss Grodziec

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Auf einem basaltischen, postvulkanischen, steilen Hügel – 389 m über dem Meeresspiegel – erhebt sich in malerischer Landschaft ein fabelhaftes Bauwerk – das ist die Burg Grodziec.
Grodziec wurde erstmals am 23. April 1155 in einer Bulle von Papst Hadrian IV. erwähnt. Im Jahr 1175 gewährte Fürst Bolesław Wysoki den Zisterziensern aus Lubiąż Privilegien. Unter der Herrschaft seines Nachfolgers Heinrich des Bärtigen wurde die Holz- und Lehmburg durch eine Backsteinburg ersetzt. Die Gründung der Schlosskirche wird der Heiligen Jadwiga zugeschrieben. Im 14. und einem Teil des 15. Jahrhunderts gehörte die Burg dem Rittergeschlecht von Boživoj.
Während der Hussitenkriege wurde das Gebäude von hussitischen Truppen erobert und geplündert. Im Jahr 1470 kaufte sie Friedrich I., Herzog von Legnica, der Baumeister aus Breslau, Legnica und Görlitz heranzog, um der Burg ihre heutige Gestalt zu geben. Nach dem Tod des Herzogs wurden die Arbeiten im Auftrag seines Sohnes, Friedrich II. Dadurch wurde Grodziec zu einer der schönsten Gotik-Renaissance-Residenzen in Schlesien. Der Höhepunkt der Bauarbeiten fiel mit der Hochzeit des Herzogs mit Prinzessin Sofia von Hohenzollern zusammen. Zu diesem Anlass wurden auf der Burg ein Empfang und das berühmte Ritterturnier veranstaltet.
Während des 30-jährigen Krieges wurde die Burg von der Armee des Herzogs Albrecht Wallenstein erobert und niedergebrannt. Da das Ausmaß der Schäden enorm war und die Festung keinen militärischen Wert mehr besaß, beschloss man nach dem Krieg, einen Teil der Befestigungsanlagen zu sprengen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Versuche zum Wiederaufbau von Grodziec unternommen, die jedoch nicht sehr erfolgreich waren. Erst im Jahr 1800, als Herzog Jan Henryk VI. von Hochberg von Książ und Mieroszów Eigentümer des Anwesens wurde, wurden umfangreiche Konservierungs- und Wiederaufbauarbeiten durchgeführt.
Sie wurden kurzzeitig durch den napoleonischen Feldzug unterbrochen, aber bereits in den 1830er Jahren wurde das Schloss zum Ziel zahlreicher touristischer Expeditionen. Damals galt es als das erste Denkmal in Europa, das speziell für den Tourismus hergerichtet wurde.
Zwischen 1906 und 1908 wurde das Schloss umfassend umgebaut. In der Burg wurden ein Museum der schlesischen Gotik und Renaissance, ein Hotel und ein Restaurant eingerichtet. 1945 von den Russen niedergebrannt. Teilweise Wiederaufbau in den 1960er Jahren.
Zwischen 2004 und 2005 war die Burg Schauplatz von Filmproduktionen des schwedischen, französischen, belgischen und russischen Fernsehens.
In den Jahren 2007 und 2008 drehten die Russen Szenen für die Filme „Die Blume des Teufels“ und „Taras Bulba“.
Derzeit finden im Schloss regionale und internationale Veranstaltungen statt:
- Legnica-Brzeg Tournament of Knights for the Castellan’s Silver Ring
- International Festival of Borderland Folk Groups
- Silesian Song Festival
- Agrotourism Festival of Wine and Mead

