Schindlers Fabrik in Krakau Schindlers Fabrik in Krakau
Adresse:

ul. Lipowa 4
30-702 Kraków
tel. (12) 257 10 17

mhk.pl

Schindlers Fabrik in Krakau

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Im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Emaillefabrik von Oskar Schindler in der Lipowa-Straße 4 in Krakau entsteht eine weitere Abteilung des Historischen Museums der Stadt Krakau, die der Geschichte Krakaus in den Jahren 1939-1945 gewidmet ist. Die Dauerausstellung wird am 10. Juni 2010 eröffnet!

Die Kriegsgeschichte der Fabrik und ihres Besitzers Oskar Schindler sowie das Schicksal der von ihm geretteten jüdischen Häftlinge des Lagers Płaszów sind vor allem durch Steven Spielbergs Film ‚Schindlers Liste‘ bekannt. Die Absicht des Museums ist es, die Geschichte der Fabrik in der Lipowa-Straße in einem breiteren historischen Kontext zu präsentieren und den Besuchern die Möglichkeit zu geben, die Geschichte des besetzten Krakaus tiefer zu verstehen.

Die vom Museum vorbereitete Ausstellung mit dem Titel ‚Krakau – Die Besatzungszeit (1939-1945)‘ wird sich auf Krakau und seine Bewohner während des Zweiten Weltkriegs konzentrieren. Die Erzählung beginnt mit ausgewählten Themen aus der Zwischenkriegszeit (1918-1939), die unter anderem durch einen historischen Stereoskop-Betrachter aus dieser Epoche präsentiert werden.

Die Besucher werden durch die Ausstellung von ausgewählten Krakauer Bürgern geführt, deren persönliche Geschichten die Erfahrungen vieler polnischer und jüdischer Einwohner der Stadt symbolisieren. Die Ausstellung wird in mehrere Segmente unterteilt, die sich bestimmten Themen widmen: der Krieg von 1939, Krakaus Rolle als Hauptstadt des Generalgouvernements, Alltags- und Familienleben, das Schicksal der Krakauer Juden, Widerstand und Untergrundstaat sowie schließlich die Geschichte der Fabrik, ihrer Arbeiter und ihres Besitzers Oskar Schindler.

Diese Segmente werden durch eine symbolische Krakauer Straße verbunden, auf der Polen, Juden und Deutsche interagierten. Auf diesen Straßen begegnen wir der von den Besatzern auferlegten Rassentrennung, Menschen mit Davidstern-Armbinden, deutschen Soldaten, Straßenbahnen und ‚Nur für Deutsche‘-Einrichtungen, aber auch dem gewöhnlichen Alltag einer besetzten Stadt. Die Straßen waren auch Schauplatz von Razzien, öffentlichen Hinrichtungen und Vergeltungsaktionen des polnischen Untergrunds.

Interessante Museumsstücke werden durch umfangreiches Foto- und Archivmaterial aus polnischen und internationalen Sammlungen ergänzt. Ein wichtiges Element der Ausstellung werden Filmzeugnisse und Tonaufnahmen sein, in denen Krakauer Bürger über ihre Erlebnisse aus den Jahren 1939-1945 berichten.

Ein eigener Bereich des Museums wird temporären Ausstellungen vorbehalten sein, während im Kinosaal Filme gezeigt und Treffen, Vorträge und andere kulturelle und bildende Aktivitäten stattfinden werden.

Diese neue Abteilung des Historischen Museums der Stadt Krakau wird zwei bereits bestehende MHK-Abteilungen ergänzen: die Pomorska-Straße und die Apotheke unter dem Adler, die beide der Geschichte Krakaus während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit gewidmet sind und beide den Status nationaler Gedenkstätten haben.