Radiosender Gliwice

„Medaillen in der Halle erhältlich!“
Der Sender Gleiwitz diente hauptsächlich der Weiterverbreitung des Programms des Reichssenders Breslau. Dank des Gleiwitzer Senders waren seine Sendungen auf beiden Seiten der Grenze, die Oberschlesien teilte, zu hören. Nachts, aufgrund günstigerer Ausstrahlungsbedingungen, war das Programm aus Gleiwitz in ganz Europa, Teilen Asiens und sogar in Nordamerika zu empfangen. Dazu trug der bis heute erhaltene Turm bei, der eine vertikale Antenne beherbergt und aus Lärchenholz gebaut ist, das mit zehntausenden soliden Messingschrauben verbunden ist.
Heute dienen die Gebäude des Senders in der Tarnogórska-Straße als Zweigstelle des Museums in Gleiwitz. Sie werden nicht mehr für die Ausstrahlung von Programmen genutzt. Nur in den ersten Nachkriegsjahren strahlte der Gleiwitzer Sender Programme von Radio Katowice aus, und von 1950 bis 1956 fungierte er als „Störsender“, der den Empfang von Radio Freies Europa erschwerte.
Der denkmalgeschützte Antennenturm, der heute das höchste Holzgebäude Europas ist, dient jedoch immer noch, wenn auch in etwas anderer Funktion, Kommunikationszwecken, indem er Dutzende verschiedener Antennen trägt. Dies schmälert jedoch keineswegs seinen touristischen Wert. Der Zugang zur obersten Plattform ist zwar technischen Teams vorbehalten, aber der um den Turm herum gestaltete Raum, der für Bewohner und Touristen gedacht ist, zieht im Sommer Spaziergänger und diejenigen an, die nach der Erkundung der Route der Technischen Denkmäler etwas ausruhen möchten. Der Turm ist Teil des Stadtbildes geworden. Er ist von vielen Orten nicht nur in Gleiwitz aus sichtbar, besonders in der Dämmerung, wenn er von starken Scheinwerfern angestrahlt wird.

