Naturhistorisches Museum in Krakau Naturhistorisches Museum in Krakau Naturhistorisches Museum in Krakau Naturhistorisches Museum in Krakau
Adresse:

Muzeum Przyrodnicze w Krakowie
ul. Św. Sebastiana 9
31-049 Kraków
tel.: (12) 422 89 37

isez.pan.krakow.pl

Naturhistorisches Museum in Krakau

Medaillen am Eingang neben der Kasse erhältlich!

Das Naturkundemuseum des ISEZ PAN geht auf die Physiographische Kommission der Krakauer Wissenschaftlichen Gesellschaft zurück, die 1865 gegründet wurde. Anfangs wurden die Sammlungen in einem Universitätsgebäude in der St.-Anna-Straße aufbewahrt, und 1870 wurden sie auf den Dachboden des Gebäudes der Krakauer Wissenschaftlichen Gesellschaft (ab 1873 Akademie der Wissenschaften) in der Sławkowska-Straße verlegt. Im Museum wurden geologische Sammlungen sowie Exemplare der Flora und Fauna ausgestellt.

Die erste Ausstellung mit ornithologischen Sammlungen von K. Wodzicki sowie geologischen und paläontologischen Exponaten wurde 1888 für Besucher eröffnet. In den Jahren 1896–1914 wurde der Sitz der Akademie der Wissenschaften schrittweise erweitert, und 1922 wurde die naturkundliche Ausstellung wiedereröffnet.

1930 bereicherte ein einzigartiges Exponat – ein etwa 30.000 Jahre altes Wollhaarnashorn aus Starunia in der ostkarpatischen Region – die Sammlung des Museums. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die wertvollsten Museumsbestände in die Keller und das Erdgeschoss des Gebäudes verlegt. Nach dem Krieg wurde die Museumsausstellung 1946 wiedereröffnet: Im Erdgeschoss wurden geologische Sammlungen präsentiert, und auf dem Dachboden entstand eine neue zoologische Ausstellung mit dem Titel „Fauna Polens und der Tropen“ sowie eine paläontologische Ausstellung „Pleistozäne Fauna Polens“.

1953 wurden die Sammlungen des Naturkundemuseums auf drei neu gegründete Einrichtungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften aufgeteilt. In der Sławkowska-Straße blieben die zoologischen Sammlungen.

Der Ausbau der Forschungslabore und der Bibliothek sowie gleichzeitige Renovierungsarbeiten am Gebäude wirkten sich negativ auf die Museumsausstellung aus, die schrittweise verkleinert wurde. Die seit langem geplante Verlegung der Ausstellung außerhalb des Akademiegebäudes konnte erst 1992 durch den Kauf des ehemaligen „Römischen Badehauses“ in der St.-Sebastian-Straße realisiert werden.

Nach ersten Anpassungsarbeiten in den neuen Räumlichkeiten wurde im Januar 1993 die erste Ausstellung „Meeresmuscheln“ eröffnet, gefolgt von mehreren temporären Ausstellungen. 1995 wurde anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des Museums eine historische Ausstellung vorbereitet und die Dauerausstellung „Pleistozäne Fauna Polens“ am neuen Standort wiederaufgebaut.

Bis 2007 wurden im Museum über 70 Wechselausstellungen organisiert, darunter neun in Zusammenarbeit mit ausländischen Museen, u.a. aus Frankreich, der Schweiz, der Ukraine und Deutschland. Das Museum gestaltete über 40 Wanderausstellungen in Polen und veranstaltete mehrere nationale und internationale Konferenzen.

Die Sammlungen des Museums umfassen über 2 Millionen Exponate. In den letzten Jahren wurden sie durch wertvolle Spenden bereichert, darunter eine Bernsteinsammlung (Geschenk von Jacek Serafin), eine Mineralien- und Fossiliensammlung (Geschenk von Prof. Zbylut Grzywacz) und eine Sammlung von Vulkaniten (Geschenk von Zygmunt Holcer).