Museum von Ermland und Masuren – Schloss Lidzbark Warmiński Museum von Ermland und Masuren – Schloss Lidzbark Warmiński
Adresse:

pl. Zamkowy 1
11-100 Lidzbark Warmiński
tel./fax 89 767-21-11

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Museum von Ermland und Masuren – Schloss Lidzbark Warmiński

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Die Burg Heilsberg (Lidzbark) entstand zwischen 1350–1401 an der Stelle der prussischen Festung Lecbarg, an der Mündung der Flüsse Łyna (Alle) und Symsarna. Die Vorburgen wurden zeitgleich errichtet: die südliche beherbergte Ställe, Speicher und Remisen, die nördliche (industrielle) Mühlen, Sägewerke, Kupferschmieden und Gerbereien. Die gesamte Anlage war von unabhängigen Stadtmauern und wassergefüllten Gräben umgeben.

Nach dem Zweiten Frieden von Thorn (1466) fiel Ermland an Polen. Bis 1795 residierten hier bedeutende Persönlichkeiten der polnischen Kultur: Łukasz Watzenrode, Nikolaus Kopernikus, Jan Dantyszek, Stanisław Hozjusz, Marcin Kromer, Jan Stefan Wydżga, Andrzej Chryzostom Załuski, Adam Stanisław Grabowski und Ignacy Krasicki. Sie schufen ein kulturelles Zentrum als Gegenpol zum lutherischen Herzoghof in Königsberg.

Ab dem 16. Jahrhundert wandelte sich die Burg in einen prunkvollen Fürstensitz mit Bibliotheken und Kunstschätzen. Bischof Andrzej Batory ließ 1589–1599 einen Palastflügel („Kardinalsgemächer“) anbauen, der 1767 abgerissen wurde. Unter Bischof Jan Stefan Wydżga entstand 1666–1673 ein Barockpalais (Entwurf: Issidore Affaiti). Nach der preußischen Annexion 1772 verfiel die Burg. Der letzte Bischof, Ignacy Krasicki, verließ sie 1794.

Beschädigt 1807 in der Schlacht bei Heilsberg und 1812 als Kaserne genutzt, entging sie knapp dem Abriss. Wydżgas Palais wurde 1838–1839 abgetragen (Fundamente sichtbar). 1857–1859 erfolgte der Umbau zum Waisenhaus und Krankenhaus unter Bischof Józef Ambroży Geritz.

1927 begannen Restaurierungen und die Einrichtung des Burgmuseums. Nach 1945 wurden die Arbeiten, besonders 1972–1973 und 1980–1985, intensiviert. Seit 1963 ist die Burg Teil des Museums für Ermland und Masuren (Olsztyn).