Museum für Nationalgeschichte und Archäologie Constanta

NATIONALMUSEUM FÜR GESCHICHTE UND ARCHÄOLOGIE CONSTANȚA
Das Nationale Museum für Geschichte und Archäologie Constanța blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück, die sich in drei große Zeitabschnitte gliedert: die Periode 1878–1957 – die unruhigste Zeit; danach 1957–1977; und schließlich von 1977 bis heute.
• 1878 – 1957
Nach 1877 führten die Ausbauarbeiten der Stadt Constanța zur Entdeckung bedeutender keramischer, skulpturaler, epigraphischer und numismatischer Funde, die die Rolle des antiken Tomis in der Frühgeschichte des Landes belegen.
Die Tatsache, dass viele antike Stücke in private Sammlungen gelangten und Spekulationsobjekte wurden, weckte die Besorgnis der Stadtväter. Daraus entstand die Idee eines Archäologiemuseums.
Im Jahr 1878 schlug Remus Opreanu – der erste Präfekt der rumänischen Verwaltung in der Dobrudscha – der Rumänischen Akademie vor, die im Landratsamt gesammelten archäologischen Materialien, die er und Schulinspektor Ion Bănescu zusammengetragen hatten, als Grundlage eines Museums zu verwenden. Dieser Vorschlag wurde verwirklicht.
Ein Telegramm an Mihail Kogălniceanu vom 30. August 1879 berichtet vom Besuch der Schüler der Normalschule Bârlad im Museum von Constanța.
Zeitungen berichteten über die Eröffnung des Museums und seinen Bestand.
Zunächst wurde das Museum im Gebäude der Präfektur eingerichtet, an der Kreuzung der Straßen Traian, Sulmona und Boulevard Tomis. Kleinere Exponate und 15 Skulpturen wurden im Büro des Präfekten untergebracht, während 27 größere Stücke entlang des Gehwegs ausgestellt wurden.
Die Behörden lobten die Bewohner, die bei Bauarbeiten zufällig entdeckte Funde dem neuen Museum spendeten. Der erste bekannte Spender war Chevara Casabian.
Ein Brand im Jahr 1882 zerstörte den Sitz der Präfektur und unterbrach die Museumsaktivitäten. Die geretteten Denkmäler wurden im „Pavillon“ des öffentlichen Gartens aufbewahrt.
In den folgenden Jahren wurden die Exponate an verschiedenen Orten untergebracht.
1906 wurde ein Komitee zur Reorganisation des Museums gegründet, aber erst 1911 brachte Vasile Pârvan mit einem Bericht an das Ministerium neuen Schwung in die Sache. Schließlich wurde ein offizieller Gründungsbeschluss gefasst.
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wechselte das Museum mehrmals den Standort, wuchs jedoch kontinuierlich dank engagierter Pädagogen und Archäologen.
Während des Zweiten Weltkriegs ruhte der Betrieb, wurde aber nach 1945 mit neuer Energie wieder aufgenommen.
Ab 1951 begann unter neuer Leitung eine strukturierte Organisation, Katalogisierung und Restaurierung, die die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Museums bildete.

