
Adresse:
Church „St. Cyril and Methodius“ – Sozopol
https://sozopol.bg/
Kirche St. Kyrill und Methodius – Sozopol

Die Kirche der Heiligen Kyrill und Method, auch „Flüchtlingskirche“ genannt, wurde 1889 vom Baumeister Usta Gencho aus Tryavna errichtet, um den Bedürfnissen der bulgarischen Flüchtlinge aus Adrianopel (Edirne) und Ostthrakien zu dienen, die sich in Sosopol ansiedelten. Damals unterstanden alle drei Stadtkirchen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel, weshalb die bulgarische Gemeinde kein eigenes Gotteshaus hatte. Anfangs lag die Kirche außerhalb der Stadtgrenzen, und Gottesdienste fanden nur an hohen Feiertagen statt.
Nach 1944 wurde die Kirche umfunktioniert – zunächst als Stadtmuseum, dann als Lagerhalle und schließlich als „Museumsecke für Unterwasserarchäologie“. Nach dem Ende des Kommunismus 1989 übergab der Staat die Kirche der Heiligen Synode der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche.
Es handelt sich um eine einschiffige Basilika mit den Maßen 25 m Länge, 12,7 m Breite und 12 m Höhe. Daneben steht ein neuer Glockenturm (22,8 m hoch). In der Kirche befindet sich ein wertvolles geschnitztes Ikonostas aus Eichen- und Buchsbaumholz, geschaffen von Meistern aus Debar (17.–18. Jh.). Es stammt aus der im 19. Jahrhundert zerstörten Sosopoler Kirche „St. Johannes der Theologe“.
Nach umfassender Renovierung wurde die Kirche 2011 wieder für Gottesdienste geöffnet.
Die Kirche ist nach den Heiligen Kyrill und Method benannt – auch „Apostel der Slawen“ genannt –, die das glagolitische Alphabet schufen, die Grundlage der späteren kyrillischen Schrift.
