Kapelle des Heiligsten Herzens Jesus in Jaszczurówka in Zakopane Kapelle des Heiligsten Herzens Jesus in Jaszczurówka in Zakopane
Adresse:

Cyrhla 37
34 – 500 Zakopane

Kapelle des Heiligsten Herzens Jesus in Jaszczurówka in Zakopane

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Der Name „Jaszczurówka“ stammt von den früher hier lebenden Feuersalamandern, die von den Bergbewohnern „Eidechsen“ genannt wurden.

Die Kapelle zum Heiligsten Herzen Jesu wurde von der Familie Uznański gestiftet und von Stanisław Witkiewicz (1851–1915) entworfen – einem Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialaktivisten. Der Bau begann im Jahr 1904 und wurde zwei Jahre später abgeschlossen. Am Projekt wirkten Ingenieur Blacha sowie örtliche Bergbewohner mit, Meister der Axt und des Meißels.

Die Kapelle ist ein typisches Beispiel des Zakopane-Stils. Das Blockhaus steht auf einem hohen Steinsockel. Die Vorderseite ist mit Arkadengängen versehen. Auf dem Schindeldach befindet sich ein kleiner Turm mit einer Glocke. Der Innenraum besteht aus einem rechteckig geschlossenen Presbyterium und einem Kirchenschiff. Der hölzerne Hauptaltar erinnert an eine Bergbauernhütte. Die Innenausstattung wird durch von S. Witkiewicz entworfene Glasfenster geschmückt, die die Muttergottes von Tschenstochau und das Bildnis der Muttergottes von der Morgenröte sowie die Wappen Polens und Litauens zeigen.

In den 1950er Jahren erhielt die Kapelle zwei Seitenaltäre: der Gottesmutter und dem heiligen Josef. Der Kreuzweg wurde von Jan Jachimiak auf Glas gemalt, und ein hängender Kronleuchter wurde von lokalen Bergbewohnern aus Eichenholz geschnitzt.

In den schwierigen Jahren für die Kirche in Polen (1977–1983) übernahm Pfarrer Jan Kowalik aus der Gemeinde Olcza die Aufgabe, Spenden für die grundlegende Renovierung der einsturzgefährdeten Kapelle zu sammeln. Dank seiner Bemühungen wurde dieses wertvolle Denkmal gerettet. Seit 1983 wird die Kapelle von den Marianern aus Toporowa Cyrhla betreut. Der formelle Eigentümer des Gebäudes ist der Tatra-Nationalpark, auf dessen Gebiet sich die Kapelle befindet. In ihren Kellerräumen finden jährlich Ausstellungen von Volkskunst statt.