Heiligtum Unserer Lieben Frau von Bardzka Hüterin des Glaubens

Medaillen im Heiligtum erhältlich!
In Wartha (Bardo Śląskie), in der Kirche Mariä Heimsuchung der Redemptoristenpatres, befindet sich das Sanktuarium der Schutzherrin des Glaubens in Niederschlesien mit der Statue der Thronenden Madonna.
Die gnadenreiche Statue ist die älteste romanische Skulptur Niederschlesiens aus dem 12. Jahrhundert. Kunsthistoriker schreiben sie einem rheinischen Künstler zu und verbinden ihre Ankunft mit den Zisterziensern, die 600 Jahre das Heiligtum betreuten.
Die 42,7 cm hohe, aus Buchenholz geschnitzte und bemalte Statue zeigt Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Sie sitzt auf einem einfachen Thron mit Lehne. In ihrer rechten Hand hält sie einen Globus, während Jesus mit der Linken ein Buch hält und mit der Rechten segnet. Beide Figuren lächeln leicht. Die Statue steht in einer Vitrine über dem Tabernakel. Nach westlicher Tradition wird sie mit wechselnden, gold- und silberverzierten Königsmänteln bekleidet. Die Basis enthält Reliquien der Redemptoristenheiligen: Alfons von Liguori (Gründer der Redemptoristen), Klemens und Gerhard. Pilger küssen diese Basis als Verehrung.
Die Geschichte der Statue ist alt und legendär. Eine Erzählung berichtet, wie Maria einem frommen Jüngling in Wartha erschien und ihm die Statue schenkte. Gerührt platzierte er sie in einem Straßenbaum, um Reisende zu segnen. Chroniken dokumentieren, dass 1270 ein böhmischer Ritter hier geheilt wurde, was den Beginn von Wallfahrten markierte, die sich nach 1440 verstärkten, als laut Überlieferung die weinende Maria auf dem Wartha-Berg erschien und einen Fußabdruck im Stein hinterließ. Zahlreiche Heilungen zogen Pilger aus Polen, Böhmen, Mähren und Deutschland an. Votivbilder bezeugen erhaltene Gnaden.
Im frühen 18. Jahrhundert entstand ein Kalvarienberg mit 6 Marienkapellen. Die Redemptoristen errichteten Anfang des 20. Jahrhunderts einen „Rosenkranzweg“ mit 15 Kapellen. Auf dem Erscheinungsberg steht eine Kapelle von 1619.

