Heiligtum des Heiligen Josef – Prudnik Las

Medaillen am Eingang zum Kloster erhältlich!
Prudnik – Der dritte Haftort von Primas Stefan Wyszyński
Kardinal Stefan Wyszyński war vom 6. Oktober 1954 bis zum 27. Oktober 1955 in Prudnik inhaftiert. Dies war der dritte Haftort des Primas. Am 1. Oktober 1954 kamen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (UB) ins Kloster und befahlen den Mönchen, das Kloster innerhalb von zwei Stunden zu verlassen. Die Anordnung war am 30. September desselben Jahres vom Präsidium des Wojewodschaftsrats in Oppeln erteilt worden. Die Mönche retteten, was sie konnten, luden alles auf Wagen und zogen in das Kloster in Borki Wielkie um. Das Kloster selbst wurde unter militärische Verwaltung gestellt.
Kurz nach dem Auszug der Mönche begannen die Arbeiten zur Umwandlung des Klosters in ein Gefängnis für Kardinal Stefan Wyszyński. Zivilpersonen wurde der Zutritt zu dem Gelände verboten. Militärposten wurden aufgestellt, um zu verhindern, dass sich jemand dem Kloster näherte. Der Klostergarten wurde mit grün gestrichenen Zäunen umgeben und mit Stacheldraht gesichert. Ringsum wurden Reihen von Fichten gepflanzt.
Hier sollte ein Treffen mit Regierungsvertretern stattfinden, die ihn über alles informieren und die Situation erklären würden. Doch er wartete zwei Jahre auf dieses Treffen, bis August 1955.
Für den Primas wurde auch eine Zelle vorbereitet. Sie war trocken, hatte sichtbare Fenster und Vorhänge, sodass der Primas besser arbeiten konnte.
1983 wurde vor dem Kloster ein Denkmal für den „Jahrtausend-Primas“ errichtet. Es wurde am 8. Mai 1983 vom polnischen Primas Kardinal Józef Glemp in Anwesenheit von Erzbischof Henryk Gulbinowicz, den Bischöfen Alfons Nossol, Wacław Wycisk, Antoni Adamiuk und Jan Wieczorek geweiht.
Heute kann man die Zelle des Primas besichtigen, in der die Soutane des Jahrtausend-Primas ausgestellt ist, die 2012 von der Erzdiözese Warschau gestiftet wurde.

