Ethnographisches Regionalmuseum – Plovdiv Ethnographisches Regionalmuseum – Plovdiv
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Regional Ethnographic Museum – Plovdiv

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Ethnographisches Regionalmuseum – Plovdiv

Die Idee zur Gründung eines ethnografischen Museums geht auf das Ende des Jahres 1891 zurück. Ein Vierteljahrhundert später, auf Vorschlag von Stoyu Schischkow – Lehrer, Forscher, Journalist und Verleger – beschloss die örtliche Verwaltung die Einrichtung eines Bezirksmuseums. Sein Hauptziel war die Sammlung von Materialien zur Vergangenheit und Gegenwart der Region Plowdiw – historisch, wirtschaftlich, künstlerisch und im Alltagsleben. Der Anfang wurde am 22. Januar 1917 gemacht, als im Bezirksgebäude (heute Rathaus Plowdiw) eine Versammlung stattfand, auf der beschlossen wurde, „ein Bezirksmuseum bei der Ständigen Kommission zu gründen“. Die Museumsordnung wurde am 20. Juli desselben Jahres genehmigt, und gemäß ihr nahm das Museum seine Tätigkeit mit einem Direktor – Jordan P. Georgiew – und einem Sekretär – Stoyu N. Schischkow – auf.

Es folgte eine Phase der Sammlungstätigkeit, Fotodokumentation und Öffentlichkeitsarbeit. Um 1930 zählte der Museumsbestand über 500 Objekte. In den Jahren 1931–32, trotz des gut begründeten Widerstands von Schischkow, übertrug die Verwaltung das bescheidene Inventar aus Spargründen an die Nationalbibliothek und das Museum – Plowdiw. 1938 wurde auf Initiative des Bürgermeisters Bozhidar Zdravkov der zweite Beginn des modernen Museums eingeleitet: das repräsentativste Haus der Wiedergeburtszeit Plowdiws – das Kuyumdjiew-Haus – wurde zum städtischen Haus-Museum bestimmt.

Am 14. Oktober 1943 wurde das neue Domizil des Museums für Besucher geöffnet. 1949 wurde das städtische Haus-Museum in Nationales Ethnografisches Museum umbenannt. 1952 wurde eine Dauerausstellung eröffnet, die 1962 vollständig erneuert wurde. Heute umfasst die Sammlung über 40.000 Exponate, unterteilt in sechs Bereiche: Landwirtschaft, Handwerk, Textilien und Kleidung, Möbel und Innenraum, Musikinstrumente und Ritualobjekte, Bildende Kunst. Zudem wurden eine Fotothek, ein wissenschaftliches Archiv und eine Bibliothek eingerichtet.