Das Königliche Tor in Stettin Das Königliche Tor in Stettin
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Plac Hołdu Pruskiego 8
70-001 Szczecin

Das Königliche Tor in Stettin

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Königstor (Anklamer Tor) – Eines der Stadttore Stettins, gelegen am Platz des Preußischen Huldigung (Platz Hołdu Pruskiego, Kreuzung Jana-Matejko-Straße und Platz des Polnischen Soldaten). Erbaut 1725-1728 anlässlich der preußischen Übernahme der Stadt nach Entwürfen des niederländischen Festungsingenieurs Gerhard Cornelius van Wallrave (u.a. verantwortlich für Umbauten der Festungen Glatz und Magdeburg). Wie das Berliner Tor ersetzte es Teile der mittelalterlichen Stadtmauer.

Ursprünglich Anklamer Tor nach der Stadt Anklam (poln. Nakło nad Pianą) benannt, wurde es nach dem Krieg zeitweise als „Anklamer-“ oder „Nakło-Tor“ übersetzt. Vorübergehend trug es auch den Namen „Preußisches Huldigungstor“ nach seinem Standort. Als Teil der preußischen Festungsanlagen vereinte es militärische und repräsentative Funktionen.

Besonders bemerkenswert sind die Giebelskulpturen von Bartholome Damarat, Hofbildhauer Friedrich Wilhelms I. von Preußen. Sie zeigen Mars mit Schwert und Schild, Herkules mit Keule und Löwenfell sowie ein Waffentrophäe mit preußischem Adler, umgeben von der Kette des Schwarzer-Adler-Ordens und gekrönt. Die reichen Waffendarstellungen (Rüstungen, Schilde) zitieren römische Triumphbögen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Verzierungen demontiert und im Arkoński-Wald versteckt, während das Tor selbst mit Efeu getarnt wurde. Die Skulpturen wurden 1957 wiedergefunden und reinstalliert. Nach einer Restaurierung 1994 beherbergte das Tor eine Galerie, das „Brama Jazz Cafe“ (ab 2000) und seit 8. November 2017 ein Wedel-Schokoladencafé.

Das Königstor (Nakło-Tor) steht unter Denkmalschutz (Nr. A-791, 11.06.1954).