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Katowice
Bezirk Nikiszowiec

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Nikiszowiec (dt. Nickischschacht, schlesisch Ńikisz) ist eine denkmalgeschützte Arbeitersiedlung in Kattowitz, die zwischen 1908 und 1919 auf Initiative des Bergbau- und Hüttenkonzerns Georg von Giesches Erben als Wohnsiedlung für Bergleute der Zeche Giesche (heute Wieczorek) auf dem Gelände des Gutsbezirks Giszowiec errichtet wurde. Die Siedlung wurde von den Architekten Emil und Georg Zillmann aus Charlottenburg entworfen, die auch für den Entwurf der benachbarten Siedlung Giszowiec verantwortlich waren. Am 9. Mai 1924 wurde der Gutsbezirk aufgelöst, und Nikiszowiec wurde zusammen mit Giszowiec in die Gemeinde Janów eingegliedert. 1951 wurde die Siedlung Teil der neu gegründeten Stadt Szopienice. 1960 wurden Nikiszowiec, Szopienice und Janów nach Kattowitz eingemeindet. Die Siedlung steht ebenso wie Giszowiec auf der Route der Technischen Denkmäler der Woiwodschaft Schlesien.
Der städtebauliche und räumliche Entwurf der Arbeitersiedlung Nikiszowiec aus den Jahren 1908–1918 wurde am 19. August 1979 unter der Nummer A/1230/78 in das Denkmalregister eingetragen.
Seit 2008 gab es Bestrebungen, Nikiszowiec als Geschichtsdenkmal anerkennen zu lassen. Die Stadtverwaltung von Kattowitz stellte dafür 30.000 PLN bereit. Es wurde eine detaillierte Dokumentation der Bergarbeitersiedlung sowie Gutachten von Denkmalschützern erstellt. Eine genaue Analyse wurde an die Kanzlei des polnischen Präsidenten übermittelt. Durch eine Verordnung des polnischen Präsidenten vom 14. Januar 2011 wurde die Siedlung als Geschichtsdenkmal anerkannt.
Das denkmalgeschützte Nikiszowiec ist bekannt für seine roten Backsteinwohnungen, die 1912 im Rahmen der Arbeitersiedlung errichtet wurden und zu der auch Gärten, Geschäfte und Schulen gehören. Die barocke St.-Anna-Kirche wird von ziegelgedeckten Kuppeln gekrönt, und im Inneren sind prächtige Orgelwerke zu bewundern. Im Museum für Ethnographie und Industrie finden sich Nachbildungen von Wohnräumen der Kattowitzer Bergleute. Im ehemaligen Bergwerksgebäude befindet sich die moderne Kunstgalerie Szyb Wilson.
