
Adresse:
Balatonlelle
8638 Balatonlelle, Petőfi u.
2+36 (85) 554 – 930
+36 (85) 554 – 942
polghiv@balatonlelle.hu
Balatonlelle

Am Südufer des Balaton, westlich von Siófok und 136 km von Budapest entfernt gelegen, ist der Ort über die Bahnlinie Székesfehérvár–Gyékényes, mit dem Auto oder Bus über die Autobahn M7 sowie über die Hauptstraßen 7 und 67 erreichbar. Die Siedlung gehört zum Weinanbaugebiet Balatonboglár.
Geschichte
Im Jahr 1211 gelangte das Gebiet in den Besitz der Benediktinerabtei Tihany. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1229 unter dem Namen Lela. 1550 kam der Ort unter türkische Herrschaft. In der Folgezeit sank die Bevölkerungszahl erheblich: 1580 zählten türkische Steuerbeamte lediglich acht Familien. Im 18. Jahrhundert gehörte das Gebiet zuerst der Familie Majtényi, später der Familie Szalay.
Der Schulunterricht begann in Lelle im Jahr 1720. Aus einer Bemerkung der Kanonischen Visitation von 1778 wissen wir, dass das erste Schulgebäude abgebrannt ist.
Ein bedeutendes Ereignis in der Lokalgeschichte war 1848 die Verleihung des Marktrechts. Seit 1864 trägt der Ort den Namen Balatonlelle. Im Jahr 1882 erhielt er eine höhere Einstufung und wurde als Kleingemeinde Sitz einer Notariatsgemeinschaft, zu der Boglár, Faluszemes und Őszöd gehörten. Nach vielen Jahrzehnten wurde 1895 eine zweiklassige Schule errichtet, die während der Räterepublik auf drei Klassenräume erweitert wurde. Der Unterricht fand dort bis 1938 statt, als die Gemeinde das heute noch bestehende zweistöckige Schulgebäude errichtete. In den Jahren 1941–42 begann der Ausbau zur achtklassigen Volksschule. Die Nachkriegszeit brachte Lelle rasche Anerkennung: 1921 wurde der Ort zur Großgemeinde erhoben.
1978 wurde Balatonlelle mit Balatonboglár zur Stadt Boglárlelle vereint. Seit 1986 hat es den Status einer Stadt. 1991 trennten sich die beiden Orte wieder, behielten jedoch beide den Status einer Stadt bei.
