20. Juli Kirche 20. Juli Kirche
Adresse:

Iglesia del 20 de julio
Bogota
Cra. 6 No. 27 – 65 Sur, Bogotá D:C: – Colombia

Teléfonos: (571) 372 5555
Fax: (571) 361 6054 – 373 2471
Email: comunicaciones@ninojesus20dejulio.org

ninojesus20dejulio.org

20. Juli Kirche

Wir sind ein Zentrum der Verehrung des Jesuskindes, das zur OSNJ gehört, getragen von Salesianern, Ordensleuten und Laien, Erwachsenen und Jugendlichen sowie weiteren Charismen.

Unser Ziel ist es, als katholische kirchliche Kraft, inspiriert vom Evangelium und dem Präventivsystem Don Boscos, in einem Umfeld volkstümlicher Frömmigkeit um das Jesuskind und dessen Spiritualität, durch unsere vielfältigen Dienste eine Gemeinschaft von Gemeinschaften und Charismen zu sein. In unserer Aufgabe der ganzheitlichen Evangelisierung möchten wir in uns selbst und in den Pilgern authentische und leidenschaftliche Jünger – Missionare Jesu Christi hervorbringen: Licht der Welt und Salz der Erde, barmherzig, mit einem überzeugten, kohärenten, gemeinschaftlichen, engagierten Glauben, fundiert auf Wissen.

Wir verpflichten uns, mitzuarbeiten am Aufbau des Reiches Gottes gemäß den Vorgaben des Evangelisierungsplans („Plan E“) der Erzdiözese Bogotá und den kirchlichen Richtlinien für Heiligtümer.
Wir verpflichten uns, ausgehend von den Werten unserer institutionellen Ausrichtung, den Kernthemen des Generalkapitels 27, den Leitlinien des Plans E der Erzdiözese Bogotá sowie den theologischen und pastoralen Kriterien zur Verehrung des Jesuskindes, am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken („Ich will herrschen“).

Im Jahr 1934 wurde Pater Juan del Rizzo an das Salesianerkolleg León XIII versetzt und sofort als Leiter des Oratoriums Campo San José ernannt.

Pater Juan del Rizzo war ein großer Verehrer des Prager Jesuskindes und hatte sich an allen Orten, an denen er gewesen war, der Verbreitung dieser Andacht gewidmet. Bei seiner Ankunft im Campo San José empfahl ihm Pater Bertola, auf eine Bitte der Karmelitenväter zu achten, die sich als Verbreiter dieser Andacht sahen.

Um ein Ereignis kennenzulernen, das die Andacht des P. Juan für das Jesuskind entfachte, begab er sich – auf Anraten von Pater Bertola – ins Stadtzentrum in ein Geschäft für religiöse Artikel und kaufte dort eine schöne Statue des Jesuskindes. Er bat darum, ein Kreuz auf dem Rücken der Figur zu entfernen und das Gesicht etwas nachzubessern. Als er die fertige Figur betrachtete, war Pater del Rizzo erstaunt über ihre Schönheit: Ohne das Kreuz wirkten die ausgebreiteten Arme des Kindes, als wolle es jeden umarmen, der zu ihm kam.

Er stellte die Statue in den Schuppen und ließ sie fotografieren, um kleine Bildchen zu drucken und an die Kinder des Oratoriums und an die Teilnehmer der Sonntagsmesse zu verteilen. Eines dieser Fotos ließ er vergrößern und mit einem wunderschönen florentinischen Rahmen versehen.

Zunächst kamen Männer und Frauen aus der Umgebung, dann Arbeiter aus benachbarten Vierteln und schließlich junge Paare, die ihr Zuhause dem Göttlichen Kind weihten. Bald füllten Hunderte und Aberhunderte von Menschen aus allen Teilen der Stadt das Campo San José.

Kurz nach seiner Ankunft erkannte Pater del Rizzo die Armut, in der die Kinder des Oratoriums lebten. Sie kamen in zerlumpter Kleidung, krank, hungrig, mit traurigen, hoffnungslosen Augen. Es musste etwas für sie getan werden.

In seinen Predigten begann er, über die Notwendigkeit zu sprechen, diesen Kindern zu helfen. Zuerst musste man sie ernähren und kleiden – und was gäbe es Besseres als köstliche Schokolade! Also begann er, um Schokolade für seine Kinder zu bitten. „Das Jesuskind möchte, dass ihr Brot und Schokolade für die armen Kinder bringt“, sagte Pater Juan del Rizzo. Und kaum hatte er es gesagt, kamen viele Menschen mit Brot und Schokolade. „Die armen Kinder haben keine Kleidung – und dem Jesuskind würde es gefallen, wenn ihr Stoff spendet, um daraus Kleidung zu machen …“

Wie bewundernswert sind die Werke Gottes!

Mit welch einfacher Sprache sprach Pater Juan del Rizzo – und wie tief berührte er die Herzen der Menschen!

Nach und nach wuchs das Engagement, den Ärmsten zu helfen – insbesondere den Kindern des Oratoriums – gemeinsam mit der Liebe zum Göttlichen Jesuskind. Ein schlichter, aber tiefer Glaube begann in den Herzen der Menschen zu wachsen. So entstand die Andacht zum Göttlichen Jesuskind im Viertel 20 de Julio: wie ein Flüstern, wie eine Flamme, die sich in den Herzen derer entzündete, die von Ihm hörten, zu Ihm kamen und nach ihren Möglichkeiten anderen halfen.